Abbau von Flensburg-Punkten wird von Fahrschulen in Form von sogenannten ASP-Seminaren angeboten. (Aufbauseminar für Punkteauffällige)
Prinzipiell kann jeder, der mindestens einen Punkt in Flensburg hat, diesen in einem solchen Seminar abbauen, sinnvoll ist dies jedoch erst ab 4 Punkte, da in diesem Frühstadium noch max. 4 Punkte durch das Seminar abgebaut werden.
Doch das ändert sich mit steigender Punkteanzahl:

1-8 Punkte

  • freiwilliger Abbau von 4 Punkten
  • keine Aufforderung durch die örtliche Führerscheinstelle
  • 9-13 Punkte

  • Hinweis durch Führerscheinstelle auf den hohen Punktestand
  • ASP-Seminar noch freiwillig
  • leider nur noch Abbau von 2 Punkten bei Teilnahme am ASP-Seminar
  • 14-17 Punkte

  • Teilnahme am ASP-Seminar wird von Führerscheinstelle gefordert (mit Abschlußtermin, Nichteinhaltung des Termins bedeutet Führerscheinentzug)
  • kein Abbau von Punkten durch ASP-Seminar mehr möglich
  • Abbau von 2 Punkten nur noch durch Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung (als letzte Rettung vor Entzug des Führerscheins)
  • 18 Punkte und mehr

  • Entzug des Führerscheins für mindestens ein halbes Jahr
  • Häufige Probleme bei ASP-Seminaren

    Fahrschulen dürfen solche ASP-Kurse nur durchführen, wenn max. 12 und min. 6 Teilnehmer am Kurs vorhanden sind.Dies führt dazu, dass zwar jede Fahrschule ein paar Interessenten "auf Lager" hat, Seminare aber nur sehr zögerlich zustande kommen, weil ja der Punkteabbau zumindest bis 13 Punkte freiwillig ist. Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, dass man mit den freiwilligen Punkteabbauern nur bedingt rechnen kann (weil es ja auch Geld und Freizeit kostet), diese schieben den Punkteabbau gern soweit hinaus, dass sie im "Endstadium" zwischen 14 bis 17 Punkten dann zum Abbau müssen und keine Punktegutschrift mehr erhalten.
    Häufig kommt es dann auch vor, dass der gestellte Termin nicht eingehalten werden kann und der Führerschein entzogen wird.

    Kraftfahrt-Bundesamt

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